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Sozialpraktikum Rom

Vom 28.01.2019  bis zum 08.02.2019  hatte ich die Möglichkeit, das obligatorische Sozialpraktikum der EF in Rom zu absolvieren. Genauer gesagt, in der Grundschule „Giuseppe Garibaldi“, die ich selbst als Kind besuchte.

Das Praktikum begann am Montag und deswegen flog ich bereits am Sonntag nach Rom. Nach dem 2-stündigen Flug wurde ich von meiner guten Freundin Claudia abgeholt, die mit mir im Grundschulalter die Schule „Giuseppe Garibaldi“ besuchte und bei der ich diese zwei Praktikumswochen verbracht habe. Dank ihr und ihrer Familie war der Aufenthalt in meiner Heimatstadt noch schöner.

Am Montag ging mein erster Praktikumstag in der Grundschule los. Da diese unweit von Claudias Wohnung und ihrer eigenen Schule entfernt war, begleitete ich Claudia zuerst zu ihrer Schule (ihr Unterricht begann schon um 08:10 Uhr und meiner erst um 08:30 Uhr) und ging dann zu meiner Praktikumsstelle. 

Meine Nervosität am Anfang verflog schnell, als ich ein vertrautes Gesicht sah, nämlich das meiner ehemaligen Religionslehrerin. Obwohl mittlerweile 6 Jahre vergangen sind, konnte sie sich immer noch sehr gut an mich erinnern. Im Folgenden wurde ich einer Ersten Klasse zugeteilt, die dieselbe Klassenlehrerin hat wie ich vor 6 Jahren. Da diese jedoch erst am Nachmittag den Unterricht machte, lernte ich zuerst andere sehr sympathische Lehrkräfte kennen, die mir schnell erklärten, welche Aufgaben ich in dieser Zeit erledigen konnte. Dabei ging es vor allem darum, den benachteiligten Kindern zu helfen, die größere Schwierigkeiten damit hatten, dem Unterricht zu folgen. Für sie bereitete ich zum Beispiel angepasste Aufgaben vor, die sie besser bewältigen konnten. Als ich dann wieder meine ehemalige Klassenlehrerin sah, verging jegliche restliche Anspannung.

Mein Arbeitstag dauerte von 08:30 Uhr bis 16:30 Uhr. Aus diesem Grund aß ich täglich mit der Klasse in der Mensa zu Mittag. Ich gewöhnte mich schon sehr bald an den Alltag in der Grundschule und die Kinder nahmen mich als richtige Lehrerin wahr, denn viele baten mich bei Schwierigkeiten um Hilfe, malten Bilder für mich und erzählten mir von ihren Interessen und Erlebnissen.

Außerdem erklärten mir die Lehrer, was sich alles in der Schule in den letzten Jahren verändert hatte, wie beispielsweise die Tatsache, dass seit kurzem die Schule in zwei Arten von Klassen unterteilt wurde: Einerseits die normalen städtischen Klassen, die es schon immer gab und dann die Montessori-Klassen andererseits. Das Montessori Konzept ist ein Bildungskonzept, welches mehr auf selbstständigem Arbeiten basiert.

Außerhalb der Schule bestand mein Tag darin, alte Freunde zu treffen und meine Lieblingsorte in Rom zu besuchen, unter anderem das Kolosseum.

Im Endeffekt war es für mich sehr interessant, den Unterricht nicht mehr aus der Sicht der Schüler zu sehen, sondern aus der Lehrerperspektive. Das Praktikum hat mir auch viel Spaß gemacht und es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis.

Großen Dank an Herrn Heumann, der mit mir den Aufenthalt organisiert hat.

Janet Hinnenkamp, EF