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Praktikumsbericht - USA

Mein Praktikum begann am 26.01.2018. Ich flog von Düsseldorf nach Georgia und von dort nach Grand Rapids, Michigan. Ich kam Abends an, und wurde von meinem Patenonkel am Flughafen abgeholt.

Am Montag darauf startete ich mein Praktikum bei J&J Bail Bonds (Bail Bonds = Kautionsbüro), welches sehr aufregend war, da ich dabei sein konnte, wie jemand gegen Kaution aus dem Gefängnis freigelassen wurde und somit auch erfahren konnte, wie ein amerikanisches Gefängnis von innen aussieht. Leider startete mein Praktikum etwas holprig, da ich direkt in den ersten Tagen krank wurde und sogar in die Notaufnahme musste. In der ersten Woche konnte ich leider gar nicht arbeiten, war aber sehr froh als ich zum Superbowl wieder gesund war (zum Glück haben die Patriots verloren). Am darauffolgenden Montag zog ich dann zu meiner eigentlichen Gastfamilie. Die Familie besteht aus dem Bruder meines Patenonkels, seiner Frau und zwei Kindern im Grundschulalter. Sie waren alle sehr nett und versuchten, alle meine Wünsche zu erfüllen. Der Vater der Gastfamilie fuhr jeden Morgen mit mir zur Arbeit. Der Tag startete normalerweise um 9.00 Uhr und endete um 17.00 Uhr. Meine täglichen Aufgaben bestanden darin, Arbeit am Computer zu erledigen, Daten zu scannen und einzugeben und Akten zu kontrollieren und zu sortieren. 

Der Vater der Gastfamilie ist ein sogenannter "Headhunter" für das Kautionsbüro. Seine Aufgabe ist es, Leute aufzuspüren, die gegen Kautionsauflagen verstoßen haben. Aufgrund dessen fuhren wir jeden Morgen am Haus eines Klienten vorbei, welcher nicht im Gericht erschienen war und sich auch telefonisch nicht meldete. Sinn dieser Aktion war es, nachzusehen ob, das Auto des Klienten in der Einfahrt steht, um dieses dann zu pfänden. 

An einem Tag durfte ich mit ins Gericht nach Downtown fahren. Mein Gastvater musste etwas im Gericht erledigen und währenddessen durfte ich mir anschauen wie eine Gerichtsverhandlung abläuft. Ich war sehr überrascht als ich herausfand, dass die Zeugenvernehmungen per Videoanruf verliefen. In dieser Woche durfte ich auch eine High School besuchen und mir ansehen wie eine amerikanische Grundschule funktioniert. Die Gastkinder luden mich am Valentinstag zu ihnen in die Schule ein und ich durfte mit ihnen spielen und basteln. In meiner Freizeit bin ich oft zur Mall gefahren, wo ich ins Kino ging, Zeit mit den Gastkindern verbrachte und shoppen konnte. Sonntags gingen wir in die Kirche. 

Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht, alle Kollegen waren sehr nett und gehörten meist zur Familie, weshalb wir immer gemeinsam Lunch in einem Restaurant meiner Wahl aßen. Leider gingen die drei Wochen viel zu schnell rum und ich musste mich am 17.02.18 wieder auf dem Heimweg machen. Mein erster Flug von Grand Rapids nach Detroit verlief nicht sehr gut, da sich der Flug zwei Stunden verspätete. Aufgrund der Verspätung hätte ich fast meinen Anschlussflug verpasst, welcher von Detroit nach Frankfurt ging. Dieser wiederum war sehr angenehm, da mein Patenonkel mir ein First Class Ticket buchte. 

Annalisa Brown, Einführungsphase