
Das kann doch nicht schon 50 Jahre her sein? …
… ist es aber doch!
Diese Menge an Möglichkeiten sich auszuprobieren, wo gibt’s das heute noch? Da war so viel Engagement von Lehrern und Eltern, das ich erst aus der zeitlichen Entfernung so richtig gesehen und wertgeschätzt habe.
Aber auch noch zur Schulzeit habe ich Biotope für mich entdeckt oder genutzt:
– die Bibliothek mit einer Bibliothekarin, die meine Leselust mit großer Freude begleitete und fütterte;
– ein Freizeitpädagoge, der uns eine Teestube ans Laufen bringen ließ mit Mitteln (Sofa vom Sperrmüll, kein fließendes Wasser, Teelichter), die nur durch ein konsequentes Fernbleiben des Schulleiters möglich wurden;
– ganz viele AGs, in denen ich einfach mal was ausprobiert habe.
Die Zeit in der Oberstufe war für mich die beste: Wir haben uns mit Teamarbeit gegenseitig geholfen, und zwar selbstbestimmt und ganz selbstverständlich. Erst viel später an der Uni habe ich das verstanden. In Gruppen lernen, das können viele gar nicht. Viele denken, das geht nur allein. Da habe ich gemerkt: ich bin ein Kind der Gesamtschule und zwar im besten Sinne. Das hat mir immer wieder in der Uni und später bei der Arbeit gut geholfen: dass ich das kann, dass ich weiß wie es geht und Andere da mitnehmen kann.
Ich wünsche dieser Schule mit Allen, die sie machen, ein wilde Vielfalt von Räumen für Schülerinnen und Schüler, die ihnen Türen öffnen, wenn sie sie nur aufmachen…
Herzliche Grüße
Sounia
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