Europaschule Köln









40 Jahre ESK
Auslandsprojekte
Erinnerungskultur
Schulgarten
VERANSTALTUNGEN
Karneval
Schulfeste
Ausstellungen
Theater
Schülerarbeiten
Girls' Day
Schulleben aktuell

Veranstaltungen an der Europaschule


 

Teilnahme an „denkmal aktiv“

Zum Schuljahresbeginn 2022/23 nimmt die Europaschule Gesamtschule Zollstock in Köln zum ersten Mal am Projekt „denkmal aktiv“ teil.

 

Neben der interkulturellen Verständigung und Zukunftsorientierung verfolgt unsere Schule vor allem die Stärkung der individuellen Kompetenzen unserer 1350 SchülerInnen aus 47 Nationen. In Kooperation mit dem Friedrich-Ebert-Gymnasium Bonn soll dazu im Verlauf des Projektes der Austausch der jeweiligen Lerngruppen aus den unterschiedlich geprägten Städten und Stadtteilen mit ebenso unterschiedlichen Denkmalbestand stehen.

 

Welche Ziele verfolgen wir mit dem „denkmal aktiv“-Projekt? Welche Erwartungen haben Sie an das Projekt?

In den letzten Jahren kommen unsere SchülerInnen zunehmend aus weiter entfernten Stadtbezirken. Die Erforschung, Erarbeitung, Präsentation und Vermittlung ausgewählter Denkmäler unter Berücksichtigung der Agenda 21 soll geografische und historische Verbindung zum Standort Zollstock/Raderthal schaffen und Räume spielerisch öffnen. Als Kunstlehrerin der Sekundarstufe I und II an der Europaschule Zollstock möchte ich mit dem jahrgangsübergreifenden Projekt „denkmal aktiv“ Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen dabei ein Bewusstsein für unterschiedliche Formen von Denkmälern ermöglichen.

 

In den Stadtteilen Zollstock, Raderthal und Bayenthal gibt es dazu neben offensichtlichen Denkmälern wie dem Bismarckdenkmal auch hinter ihrer Funktion als Wohnviertel versteckte Denkmäler wie die Siedlung Zollstock oder die Warte- und Trinkhalle am Höninger Weg – heute ein Kiosk. Der Vorgebirgspark dagegen wartet im Bewusstsein vieler Anwohner und Schülerinnen und Schüler sicher noch auf seinen Status als denkmalgeschützte Parkanlage.

 

 

Das Projekt „denkmal aktiv“ wird im Schuljahr 2022/23 in den laufenden Unterricht eingebunden und in die jeweiligen curricularen Unterrichtsinhalte eingepasst. Unter dem Button "Mehr Informationen zu Ablauf und Stationen" finden Sie weitere Einzelheiten.

 

S. Körffer-Fischer

 


 

Juniorwahl an der ESK

Ergebnis der ESK-Juniorwahl


Ein fester Bestandteil des Demokratielernens an der Europaschule Köln ist bereits seit vielen Jahren die Durchführung der Juniorwahlen. Auch vor den Landtagswahlen wurde zunächst im Unterricht informiert, diskutiert und auf den Wahlgang vorbereitet.

Am 12.5. schritten dann alle minderjährigen Schüler*innen der ESK zur Wahlurne, die Wahlbeteiligung lag mit ca. 88% deutlich über der bei der Wahl der Erwachsenen (56%). Nachfolgend die Zweitstimmen-Ergebnisse der ESK (in Klammern zum Vergleich die Zahlen der regulären Landtagswahlen, gerundet auf volle Prozent):

Sieger bei unseren Schüler*innen war die SPD mit 23% (27%), gefolgt von den Grünen mit 20% (18%), der CDU mit 16% (36%), der FDP mit 7% (6%) und der AfD ebenfalls mit 7% (5%). Es lässt sich also feststellen, dass unsere Schüler*innen bis auf den "Ausreisser" CDU ganz ähnlich wie die Erwachsenen gewählt haben.

Auch das landesweite Ergebnis der Juniorwahl in NRW, an der ca. 150.000 Schüler*innen teilnahmen, entspricht insgesamt unseren Ergebnissen an der ESK, nachzulesen unter https://www.juniorwahl.de/nrw-2022.html

Ein großen Dankeschön geht wie immer an unsere Sozialarbeiter*innen Meike Werheid und Micha Gorissen sowie an den Trainingskurs "Schülercafe", die diese Wahlen organisiert, vorbereitet, durchgeführt und ausgezählt haben.

Die Redaktion


 

Vorträge zum Krieg in der Ukraine

 

Die Jugendoffizierin der Bundeswehr Sarah Ruh half Schüler*innen der 8. Klasse, den Krieg in der Ukraine einzuordnen und erinnerte, dass dieser Konflikt nicht eben erst vor etwa einem Monat begann. 

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine umgaben viele Sorgen die Schüler*innen der Klassen 8.5 und 8.6 und noch mehr Fragen brannten unter ihren Fingernägeln, die auch von den Tutor*innenteams nicht immer beantwortet werden konnten. In Absprache mit dem stv. Schulleiter Herrn Gruner luden die Klassen daher die Jugendoffizierin Sarah Ruh ein, um eine Gesprächsplattform mit einer Expertin auszuprobieren, bei der auch das Ausdrücken von Sorgen, Ängsten und Ungewissheit ausdrücklich erlaubt war.

 

Übersichtlich und schülernah referierte Frau Ruh die jüngere europäische Geschichte seit 1945 bis schließlich zur russischen Annexion der Krim in 2014 und den Überfall am 24. Februar 2022. Die Motivationen Russlands und direkte Folgen für die Bevölkerung - in der Ukraine, anderen europäischen Ländern als auch in Russland selbst - wurden zu Ankerpunkten, bei denen alle Schüler*innen immer wieder rege im Austausch eingebunden waren. Die Referentin nahm dabei besondere Rücksicht auf das Alter der Schüler*innen und erklärte auch komplexere Sachverhalte mithilfe einfacher Sprache und sehr nützlich aufbereiteter Infografiken und Erklärvideos.

 

Die Schüler*innen der 8.5 und 8.6 bedanken sich für den verständlichen Vortrag, der enorm dazu beigetragen hat, den Ernst der Lage richtig einzuordnen, aber auch die Hoffnung auf Frieden nicht zu verlieren.

 

Zur Einordnung / Bundeswehr an der ESK:

Jugendoffiziere leisten als Referenten der Bundeswehr für Sicherheitspolitik einen Beitrag zur politischen Bildung. Weltpolitische Ereignisse werden im Kern besprochen, dabei spielt Karierreberatung keine Rolle. Diese Transparenz war der Schulleitung sowie den Klassenleitungen bei der Planung und Umsetzung enorm wichtig und diese wurde konsequent von der Referentin gewährleistet.

Red.


 

Abschlussveranstaltung des Demokratie-Projekts

 

Das Demokratie-Projekt unter der Leitung von Schauspielerin und Schriftstellerin Frau Renan Demirkan feierte am vergangenen Donnerstag den Abschluss einer überaus eindrucksvollen und intensiven Arbeit im Schuljahr 21/22. Besonderer Gast an diesem Abend war Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments von 2012 - 2017 und langjähriges Mitglied des Deutschen Bundestages.


„Mut zur Demokratie!“ steht geschrieben auf der leuchtenden Präsentationsfolie, als Herr Gruner, stv. Schulleiter, und Gabriele Schmidt, schulische Koordinatorin, zur Begrüßung der Gäste ans Mikrofon treten: Anlässlich des feierlichen Abschlusses sahen Verantwortliche und Schüler*innen auf eine gleichsam erfolgreiche wie berührende Projektarbeit zurück, bei der Fragen zu Frieden, Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Menschenrechten „so nah am Selbst“ beantwortet wurden, dass der durchführenden Ideengeber- und Kursleiterin Renan Demirkan, Vorsitzende von Checkpoint Demokratie E.V., in verschiedenen Workshops wiederholt im positiven Sinne „die Luft wegblieb“.

Das jahrgangsübergreifende Kreativ-Projekt sprach dabei Schüler*innen der Jahrgänge 9 - 13 an. Den Auftakt machte der erste von insgesamt vier Workshops im August 2021. Eine grundsätzliche Motivation von Demirkan war es dabei, „das Bewusstsein der Schüler*innen zu aktivieren und sie beim Entdecken der verbrieften Rechte der deutschen Verfassung - die jedem Büger und jeder Bürgerin als selbstverständlich erscheinen - zu begleiten“. Dabei, so auch die Rückmeldungen der teilnehmenden Schüler*innen, gab es niemals klassischen frontalen Unterricht, stattdessen stand das Miteinander-Reden, laut und leise, Ausdrücken von Bedürfnissen, kleiner und großer, sowie freie Formulieren von Wünschen, ohne ermahnende Zeigefinger, im Vordergrund: „Wir erkennen uns selbst, indem wir uns äußern!“, so Demirkan.   

Mit ihren ganz persönlichen Vorstellungen und Träumen begaben sich die Schüler*innen der ESK auf eine Projektreise, bei der sie ihre Gedanken zu Respekt und Toleranz sowie Visionen einer modernen demokratischen Gesellschaft zunächst mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Bürgerzentrum Ehrenfeld im September 2021 teilten. Im Rahmen der Lesung „Die Internationale Schreibfamilie“ an der VHS Köln im November desselben Jahres brachten die Teilnehmer*innen selbstverfasste Texte außerdem mutig auf die Bühne.

Als besonderer Gast des Abschlussabends erinnert Martin Schulz daran, dass ein solches Projekt gerade in einer Zeit, in der „Existenzberechtigung in der Ukraine respektlos abgesprochen wird“, besonders wichtig sei. Außerdem betont der Politiker, dass Demokratie immer „Arbeit [sei] - Diskussion, Austausch von Argumenten, ein Prozess, eine Entwicklung - die Courage erfordert“. Wie alle Gäste des Abends zeigte auch er sich begeistert und sichtlich gerührt von den medialen Beiträgen der teilnehmenden Schüler*innen, die sich kritisch mit Normen des Miteinanders in einer vielfältigen Gesellschaft beschäftigten. In einer emotionalen Rede ermahnte eine Teilnehmerin außerdem die in letzter Zeit häufiger gemeldete Kategorisierung von hilfesuchenden Flüchtlingen an EU-Außengrenzen.

„Das Grundgesetz ist zunächst nur Papier“, erinnert Martin Schulz zum Abschluss der Veranstaltung, „diese Schule kann stolz sein, eine hochpolitische Menge von jungen Männern und Frauen ihre Schülerinnen und Schüler nennen zu dürfen, die aktiv für Weltoffenheit und Toleranz eintreten“.

Solche „Räume für Träume“ soll es nach Renan Demirkan auch weiterhin geben, die optimistisch auf kommende Projekte schaut, die demokratisches Miteinander durch aktiven Dialog fördern.

Besonderer Dank für die große finanzielle Unterstützung gilt der Sparkasse KölnBonn sowie dem Förderverein der Europaschule Köln e.V.

Ohne diese große Hilfe, so Renan Demirkan und Gabriele Schmidt, wäre das Projekt in dieser Art nicht umsetzbar gewesen.

 

Red.


 

Alkoholprävention an der ESK


Timo Schüsseler, seines Zeichens Buchautor ("Vom Nullpunkt in ein neues Leben") und trockener Alkoholiker, war zu Gast an der Europaschule Köln und erzählte den Schüler*innen des 9. Jahrgangs aus seinem ebenso bewegten wie bewegendem Leben.

Timos Vortragsstil kann durchaus als provokativ bezeichnet werden, was vor allen Dingen einen Zweck erfüllt: man/frau hört ihm gebannt zu! Sehr eindrucksvoll ist zu hören, wie Alkohol und andere Substanzen einen Menschen psychisch und physisch zu Grunde richten können. Timo selbst hat nur knapp überlebt und appelliert nun in seinen Vorträgen mit Nachdruck, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen ("...so was wie Gruppenzwang existiert nicht! Ich mache die Flasche auf, und ich trinke sie auch aus. Und nur ich kann das auch sein lassen!").

Selten hat man derart viele Neuntklässler über 90 Minuten mucksmäuschenstill erlebt. Es bleibt zu hoffen, dass nun auch die richtigen Schlüsse aus dem Besuch von Timo Schüsseler gezogen werden.

Ein herzliches Dankeschön geht an Timo - aka der Praeventionator - für seine wichtige Arbeit und natürlich an Michael Gorissen und Meike Werheid von der Schulsozialarbeit, die diese Veranstaltung bestens organisiert haben.

Der gesamte Vortrag von Timo Schüsseler kann auf der Webseite von Dr. Mark Benecke nachgelesen werden. Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung.

Opens external link in new windowhttps://home.benecke.com/publications/alkoholismus-schul-unterricht


 

Spendenübergabe an die Grundschule Kall

Am 20.12.21 machte sich Dunja Lersch auf den Weg in die Eifel zur Grundschule nach Kall. Dort übergab sie – pünktlich zum bevorstehenden Weihnachtsfest – der Schulleiterin Marianne Rütt und ihrer Kollegin Maike Wilkens einen symbolischen Scheck in Höhe von 10.000 €  –  der Hälfte des erlaufenden Geldes aus unserem Sponsorenlauf vom 5. November (siehe Bericht unten).

Der Ort Kall wurde von der Flutkatastrophe im Sommer 2021 besonders stark getroffen – so auch die Grundschule, die erst im Januar 2021 als neu saniertes und hoch modernisiertes Gebäude von der Schulgemeinde neu bezogen worden war: Der Keller war vollständig überflutet, wodurch das Heizungssystem zerstört wurde. Das Erdgeschoss hatte fast überall eine Wasser-Schlammschicht von einigen Zentimetern, wodurch viele Möbel in Mitleidenschaft gezogen und viele Materialien und Einrichtungsgegenstände völlig zerstört wurden. Der Industrieküchenboden samt Mensaboden wurde vom Wasser unterspült, so dass die Küche bis auf Weiteres nicht einsatzfähig ist. Im Obergeschoss stand in insgesamt fünf Räumen ebenfalls Wasser – das Dach hatte dem Wasserdruck nicht Stand gehalten. Der angrenzende Sportplatz gleicht weiterhin einem Trümmerfeld und ist weiterhin nicht mehr für Unterricht oder als zusätzliche Pausenfläche nutzbar.

Die Sanierungsarbeiten in der Grundschule werden mindestens 12 bis 14 Monate andauern.

Aktuell findet der Unterricht für alle 13 Klassen in Containern – in mobilen Raumeinheiten in einem Modulsystem – statt. In einem Containermodul konnte eine Behelfs-Mensa eingerichtet und ein Caterer verpflichtet werden, so dass den Schüler*innen ein warmes Mittagessen angeboten werden kann.

Überglücklich und vollkommen überwältigt angesichts der hohen Summe nahm die Schulleiterin Marianne Rütt den Scheck in Empfang und blickt nun für ihre Schule und ihre Schüler*innen etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Wir wünschen der Grundschule Kall, den Schüler*innen und den Kolleg*innen weiterin alles Gute!

Wir bedanken uns an dieser Stelle ausdrücklich bei unseren Schüler*innen der ESK für die vielen fleißig und ehrgeizig erlaufenen Kilometer und bei den Sponsoren für die zahlreichen und großzügigen Geldzuwendungen, die neben der Grundschule Kall auch unserer Europaschule und unseren Schüler*innen zugute kommen werden!

Wir wünschen allen ein fröhliches Weihnachtsfest 2021!

Dunja Lersch


 

Europaschule läuft unglaubliche 7000 km für die gute Sache


Die Schulgemeinde der ESK veranstaltete mit ihren knapp 1100 Schüler*innen am 05.11.2021 einen sehr erfolgreichen Spendenmarathon. Die Läufer*innen der Klassen 5 bis 13 erliefen zusammen die unglaubliche Strecke von fast 7000 Kilometern - dies entspricht einer Entfernung in Luftlinie wahlweise nach Nepal, Angola oder Chicago!

Der Tag begann schon in guter Stimmung und mit idealem Joggingwetter. Angefeuert von ihren Lehrer*innen und vielen Eltern liefen/walkten/spazierten die Schüler*innen auf einem Rundkurs zwischen Schule und dem Wendepunkt im Vorgebirgspark. Zur Erreichung einer Zero-Waste-Veranstaltung hatten alle Läufer*innen ihre eigenen Trinkflaschen dabei, die an der Verpflegungsstation mit Wasser aufgefüllt werden konnten. Hier gab es auch ein Banänchen zur Stärkung.

Alle Schüler*innen hatten sich vor dem Lauf in Verwandtschaft und Freundeskreis Sponsoren für jeden von ihnen zurückgelegten Kilometer gesucht. Die Hälfte des Erlöses geht nun an die von der Flut zerstörte Grundschule Kall in der Eifel. Die andere Hälfte wird für bauliche Verbesserungen der Angebote im Innen- und Außenbereich der Europaschule verwendet werden.

Die Europaschule möchte sich nun ganz herzlich bei allen bedanken, die dieses sehr erfolgreiche und harmonische Gemeinschaftserlebnis an der ESK ermöglicht haben: beim Orga-Team des Spendenmarathons, beim Förderverein der ESK, bei den vielen helfenden Eltern und Kolleg*innen, bei den Schüler*innen für ihren Einsatz auf der Strecke und bei der Spendenbeschaffung und last but not least bei allen Angehörigen, Verwandten und Freunden, die die gute Sache mit ihren großzügigen Spenden unterstützt haben. Herzlichen Dank!